Schule kl
Im September 1990 wurde die Freie Waldorfschule Kirchheim unter Teck e. G. gegründet.
Von der ersten bis zur dreizehnten Klasse besuchen ca. 450 Kinder und Jugendliche die einzügige Schule. 


In der Waldorfschule: Wir sprechen nicht von schwierigen, sondern von besonderen Kindern. Ihre Lebens-
wege zu verstehen, ihre Bega-
bungen und Entwiklungsmöglich-
keiten zu finden ist unsere Aufgabe.

 

Kernzeit mod hel
Dank einer engagierten Eltern- Lehrer-Initiativgruppe gibt es seit Schuljahresbeginn Herbst 2000 eine Kern- und Ganztagsbetreuung an unserer Schule. Zur Kernzeitbetreuung

 
 
 

21 Fragen...

 

... an die Waldorfschule.

Hier erhalten Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Waldorfschule.

 

Pädagogisches Konzept

Das Profil der Freien Waldorfschule Kirchheim bietet neben dem für alle Waldorfschulen zu Grunde liegenden Lehrplan folgende pädagogische Besonderheiten: "Das bewegte Klassenzimmer" in den Klassen 1 bis 3, die praxisorientierte Oberstufe und die Zusammenarbeit mit der Lauterschule, einer Schule für Entwicklungshilfe und einem neu startenden Bildungsgang Förderschule.

Das bewegte Klassenzimmer

wurde entwickelt, um u. a. dem Bewegungsdrang der Kinder im Laufe des Tages entsprechen zu können. Es gibt im Klassenzimmer keine Tische und Stühle, sondern Bänkchen und Sitzkissen. Je nach Bedarf können die geordneten Reihen blitzschnell zu einem Kreis oder einem Parcours umgebaut werden. Die Arbeit mit den Kindern gestaltet sich vielfältiger und lebendiger. Der morgendliche Beginn findet fast immer im Kreis statt. Es kann getanzt und gespielt werden. Die Kinder nehmen sich gegenseitig mehr wahr. Kleine Gruppen- und Projektarbeiten werden schneller möglich. Die Kinder lernen "selbsttätiger". Die Arbeit der Klassenlehrerin oder des Klassenlehrers wird durch eine Unterrichtshilfe unterstützt.

Das große Betriebspraktikum

Nach langer Vorbereitung in Arbeitskreisen hat sich die Schulgemeinschaft schon im Jahre 2001 für ein Oberstufenkonzept entschieden, welches sich durch eine stark berufspraktische Orientierung auszeichnet. Wir ließen uns stark von dem Model Jura Südfuß in der Schweiz anregen.

Begonnen wird in der Regel in der 7. Klasse mit einem Forstpraktikum, gefolgt von einem 3-wöchigen Landwirtschaftspraktikum in der 9.Klasse. In der 10. Klasse suchen sich die Schüler und Schülerinnen einen Praktikumsplatz ihrer Wahl. Ab den Faschingsferien arbeiten sie zunächst zwei Wochen im Betrieb, um anschließend jeweils 2 Tage in der Woche dort zu verbringen. An den verbleibenden 3 Tagen findet ganztags Unterricht statt.

Dabei ist an alle Bereiche der Arbeitswelt gedacht, z.B. an Handwerksbetriebe, an Dienstleistungsunternehmen oder an soziale Einrichtungen. Hier sammeln die Jugendlichen durch unmittelbares Tun Erfahrungen in der Arbeitswelt. Ihre Selbsteinschätzung wird gestärkt und das Verständnis für wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge wird vertieft. Aufgrund der langen Dauer können sie schon in kleinem Rahmen Verantwortung übernehmen.

Entscheidend hierfür ist eine gute Zusammenarbeit zwischen der Schule und den Ausbildern in den Betrieben, was durch regelmäßige Besuche durch die Praktikumsbetreuer der Schule erreicht wird.

Die Jugendlichen führen ein Berichtsheft über ihre Tätigkeit, das sie in regelmäßigen Abständen in der Schule und im Betrieb vorlegen. Wahlweise können sie auch ein Portfolio erstellen.

Am Praktikumsende wird den Schülerinnen und Schülern eine schriftliche Beurteilung durch den Betrieb erstellt.

Abgeschlossen wird das Praktikum mit einer Projektwoche, die in einer Präsentation der Praktikumserfahrungen mündet.

Die Ziele

In diesem Bildungskonzept, das die theoretische und lebenspraktische Bildung gleichwertig umfasst, stehen die Jugendlichen mitten in einem polaren Spannungsfeld. Sie erleben sich einerseits als Denkende, die versuchen, Zusammenhänge zu verstehen und zu überblicken und andererseits als unmittelbar Tätige in der Welt.

Mit dem Oberstufenmodell verbinden wir die Hoffnung, dass die jungen Menschen nach ihrer Schulzeit ihre Ideale, ihre Kreativitätskraft und ihre Lebensimpulse mit ins Leben hinausnehmen und diese Jugendkräfte eines Tages zur guten und positiven Entwicklung unserer Gesellschaft einsetzen können.

Ideale zu haben ist das eine, sie umzusetzen verlangt jedoch Initiative, Kreativität, Mut, Durchhaltevermögen und ein gesundes Selbstvertrauen. Unserer Schule will durch ihre Art der Jugendbildung verstärkt auf dieses Ziel hinarbeiten und mit der stärkeren Gewichtung der praktischen Arbeit zu einer Lebensschule werden.

Zusammenarbeit mit der Lauterschule und dem Bildungsgang Förderschule

Auf der Verwaltungsebene gliedert sich die Freie Waldorfschule Kirchheim in eine Schule für Erziehungshilfe (siehe Reiter rechts: Lauterschule), einen Bildungsgang Förderschule und eine Regelschule. 1990 wurde die Regelwaldorfschule gegründet. Die Lauterschule kam im Jahre 2000 dazu, um Schülern eine Chance zu geben, die man sonst wegschicken musste. Um nun auch Schülern, die einen besonderen Förderbedarf haben und nicht unter die Erziehungshilfe fallen, beschulen zu können, richten wir zu Beginn des Schuljahres 2012/13 den Bildungsgang Förderschule ein. Unter dem Dach der Genossenschaft arbeiten zukünftig drei Schulformen zusammen.

Wie sieht das aus?

Momentan werden unsere Schüler in 13 Großklassen und 2 Kleinklassen mit Erziehungshilfeschülern unterrichtet. Im täglich gelebten Schulleben gibt es nur eine Schule. Wir leben in zwei Gebäuden, die jeweils eine Kleinklasse zwischen den Großklassen beherbergt. Verwaltungstechnisch und auch von der ganzen Organisation her gibt es zwar Unterschiede zwischen den Groß- und Kleinklassen, dennoch findet ein gemeinsames Schulleben statt. In den Jahrgangsstufen besteht eine rege Zusammenarbeit zwischen den Groß- und Kleinklassen, die auf das Engagement der dort arbeitenden Kolleginnen und Kollegen zurückzuführen ist. Die räumliche Situation ist noch eine improvisierte, mittelfristig planen wir Lösungen mit einem dritten Bauabschnitt.

In der „jetzigen Situation" gilt es auch die gesellschaftliche und soziale Entwicklung zu berücksichtigen und darauf zu antworten. Folgende Punkte sind da zu nennen:

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (2006) brachte die „Inklusion" als Schlagwort aber auch als hohes Ideal in die Gesellschaft. Sie stellt die Forderung, keinen Menschen auf Grund seiner Andersartigkeit auszuschließen.
Wir bemerken eine zunehmende Individualisierung der Kinder, was bedeutet, dass man mehr und mehr auf Einzelsituationen eingehen muss. Einzelförderung wird immer nötiger. Die Kinder begegnen einem anders, mehr auf „Augenhöhe"
Die Bedeutung der Schule als Lebens- und Erfahrungsraum wächst zunehmend.
Zur „jetzigen Situation" gehört auch unsere gewachsene Struktur:

Wir arbeiten in den unteren drei Klassen mittlerweile durchgehend mit einem Lehrer und einer Unterrichtshilfe. Unsere durchscnittliche Klassengröße beträgt 32 Schülerinnen und Schüler. Ab Klasse 4 arbeitet die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer alleine, während die Klasse im Fachunterricht geteilt wird.
Die Klassenlehrer sind es gewohnt mehr oder weniger alleine zu schalten und zu walten. Sie werden aber tatkräftig vom jeweiligen Klassenkollegium unterstützt. Klassenkonferenzen finden in der Regel 3 - 4 Mal im Schuljahr statt.
Pädagogische Impulse lassen sich nicht „überstülpen". Die Lehrerinnen und Lehrer gehen in der Regel so miteinander um, dass sie nach Absprache in der Konferenz ihre Bereiche nach eigenen Ideen gestalten. Anregungen werden oft angenommen und umgesetzt, ein Freiraum muss immer bestehen.

Keine Inklusionsschule

Wir sind keine Inklusionsschule. Die Ideale der Inklusion sind uns bewusst, wobei noch niemand weiß, wie man diese umsetzen sollte um den Kindern wirklich gerecht zu werden. Wir gehen davon aus, dass jedes Kind einen geschützten Rahmen und eine feste Bezugsperson in der Schule braucht. Das wollen wir gewährleisten. Daher arbeiten wir punktuell inklusiv und an vielen Stellen integrativ. Zur Finanzierung sind wir auf die entsprechenden Gutachten angewiesen. Diese haben keinen Stempelcharakter für alle Zukunft. Die verantwortlichen Kollegen entscheiden, in welcher Klasse ein Kind unterrichtet werden soll. Ein eventueller Wechsel von der Klein- in die Großklasse findet dann statt, wenn deutlich ist, dass das Kind sich dort besser entwickeln wird. Erfahrungsgemäß findet so ein Wechsel selten statt. Die jeweiligen Klassenkollegien beraten und entscheiden dies. Sie bemühen sich stetig um große Transparenz gegenüber den Eltern und dem Kollegium.

Aufnahme

Der Aufnahmekreis setzt sich aus Lehrkräften beider Bereiche zusammen. Wir nehmen Regelschüler, Erziehungshilfeschüler und Förderschüler auf. Der Aufnahmekreis organisiert den Ablauf und stellt schließlich auch die Klassen zusammen. Dabei hat er die mögliche Gemeinschaft in der Klasse genauso im Bewusstsein wie den einzelnen Schüler.

Gutachten

Für die Förder-, bzw. Erziehungshilfeschüler werden durch einen Sonderschullehrer die entsprechenden Gutachten erstellt und den Behörden vorgelegt.

Raumfrage

Die Raumfrage muss in dem Moment angegangen werden, wo sich abzeichnet, dass wir eine neue Kleinklasse einrichten. Potential besteht noch.

Unterricht

Unterricht nach dem Waldorflehrplan oder nach dem Maschkelehrplan findet dann so statt, wie es die Kolleginnen und Kollegen in der Jahrgangsstufe vereinbaren. Das kann nach bewährtem Muster hauptsächlich im jeweiligen Klassenverband sein, aber auch immer wieder in anderen Konstellationen. Die betreffenden Kolleginnen und Kollegen sind gebeten so viel Inklusion/Integration zu ermöglichen, soviel Förderung wie nötig zu veranlassen. Auf Erfahrungen aus den vorrausgehenden Klassen kann zurückgegriffen werden.

Schulleben

Im so genannten Schulleben, bei den Festen, in den Pausen, zu allen möglichen Anlässen sollten die jeweiligen Klassen eines Jahrganges zusammenarbeiten.

Oberstufe /Schulabschlüsse für die Schüler und Schülerinnen der Kleinklassen

Was die Einrichtung des Förderbereiches für die Oberstufe ab Klasse 9 bedeutet, ist noch nicht vorgedacht. Mit den heranwachsenden Schülerinnen und Schülern muss in den nächsten Jahren ein Konzept entwickelt werden, was sich zum einen an den Stärken und Fähigkeiten der werdenden Jugendlichen orientiert, was aber auch machbar sein muss. Alle Mitarbeitenden und auch Eltern sind aufgerufen hier schöpferisch tätig zu werden. Selbstverständlich werden die bekannten Schulabschlüsse angestrebt.

Haben Sie Fragen?

Schreiben Sie an Werner Ehringfeld : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Termine

Elternabend Kl 7
Am 25.10.2017 20.00
Herbstferien
Von 28.10.2017 bis 04.11.2017
Elternabend Kl 1
Am 07.11.2017 20.00
Öffentliche Monat...
Am 11.11.2017 09.00

Kita
Eine Waldorfkindertagesstätte ist fünf Minuten von der Schule entfernt, dort gibt es Angebote die von der Kleinkindgruppe bis zur Ganztagsbetreuung reichen.

Zum Kindergarten

Novellierung der Privatschulfinanzierung

Aktuelle Informationen zur anstehenden Novellierung der Privatschulfinanzierung
 

Hier zum Download